THE FACTORY MAG
BOOKS//Preview!
The Body reader is a detective/thriller novelle introducing red haired rebel detective Cordelia Storm. Canberra is threatened by a blood thirsty serial killer who knows no mercy, Storm must solve the case otherwise more people will die. This book will keep you awake at night and at the same time warm your heart. It is the first in a series of stories featuring Cordelia Storm "Storm" and should be on the market in January. Will be available worldwide as eBook and Printbook.
BOOKS//Neuerscheinung bei "Factory Books"!

Das erste Buch aus unserem frisch gegründeten Verlag "Factory Books"! Die originale, ungekürzte und überarbeitete eBook-Version von EMOTIO mit neuen Illustrationen. Erhältlich weltweit bei Amazon und jedem anderen eBook-Portal. Enjoy!
NEWS//Women CAN-DO®!

"Frauen im Gespräch mit der CAN-DO® Trainerin" - Fragen und Antworten zu Selbstsicherheit, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung findet ihr jetzt auf diesem Factory Blog!
"Frauen im Gespräch mit der CAN-DO® Trainerin" - Fragen und Antworten zu Selbstsicherheit, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung findet ihr jetzt auf diesem Factory Blog!
PEOPLE // Achtung Sammeltrieb!
Frauen sammeln Schuhe. Manche zumindest. Mit Schuhen sind hier genau betrachtet, keine Laufwerkzeuge, sondern diese hübschen, spitzen Dinger, mit wenig Material, Riemchen und dürren hohen Hacken gemeint. Zum Laufen eignen sie sich nur insoweit, dass man sein Gefühl für Balance zwangsläufig trainiert und die Füsse extrem gut spürt. Manche dieser Folteristrumente werden aufgrund der körperlichen Qualen nur einmal getragen, aber hartnäckig aufbewahrt. Denn der Genuss, sie zu besitzen, löst Wellen der Verzückung aus.
Irgendwas sammeln wir wahrscheinlich alle. Als Inneneinrichterin habe ich schon Kamele, Nudeln, Fotoapparate, Nylonstrümpfe, Hüte, Putzmittel, Bücher, Nagelfeilen, Seifen, Computer, Fitnessvideos, Kinderspielzeug, Tassen, Streichholzschachteln, Zuckertütchen, bunte Papiertaschentücher, kleine und grosse Autos, Werkzeug, Decokram, Notitzbücher, leere Karteikarten, Bürsten, Aktenordner und sogar Sammlungen, die aus Schränken bestanden, gesehen.
Eigentlich braucht man keine 40 Pakete Nudeln in den nächsten Tagen, keine defekten Computer und Fotoapparate, keine Ordner mit Informationen von 1986 und keine Schränke, die Zimmer verdunkeln und verstopfen. Trotzdem vergrössert sich die Sammlung und die Leidenschaft führt bald zum Platzproblem. Wie viele solcher Sammlungen verkraftet wohl ein Haushalt? Eine, zwei, drei oder vier? Wann bricht das normale Leben zusammen und drängt Bewohner und Gäste in eine Ecke?
Fatal ist, dass Sammlungen oft völlig ziellos beginnen. Man kauft sich den ersten Elefanten, findet ihn hübsch und nun muss ein zweiter her. Die Sammlung nimmt ihren Anfang und irgendwann fragt sich der Verursacher "wieso eigentlich Elefanten?". Mit der Zeit fressen solche Sammlungen unbemerkt ein Vermögen auf, die Besitzer verlieren den Überblick über ihre wertlose Anlage, müssen aber für den Erwerb jedes dieser Stücke arbeiten oder sich in anderen Bereichen einschränken.
Beachten sollte man auch, dass solch eine Sammlung gerne potentielle Partner in die Flucht treibt. Dass Freunde und Familie zu Komplizen und Dealern werden, die diese Sammelwut zwar kritisch betrachten, aber gerne mangels zündender Ideen weitere Raritäten zu Geburts- und Feiertagen anschleppen.
Sammlungen sind wunderbar für Augen und Seele. Die Fülle und Vielfalt fasziniert. Eine rostige Teedose wirkt traurig, aber dem Charme von fünfzig verrosteten Teedosen kann sich kaum jemand entziehen. Trotzdem, bei aller Leidenschaft, überlegen Sie, was und wieviel Sie sammeln möchten. Die Sammlung sollte das Zimmer nicht erschlagen, Platz und finanzielle Möglichkeiten sollten vorhanden sein, die Sammlung sollte zu Ihnen passen und einen persönlichen Sinn ergeben. Beschränken Sie Ihre Leidenschaft auf eine einzige Sammlung. Und verteilen Sie sie nicht über die ganze Wohnung, geben Sie ihr in einem Raum eine repräsentative Ausstellungsfläche. Eine Glasvirtine, ein Regal, eine Kommode oder eine Wand. Dann werden Sie viel Freude an Ihrer Sammlung haben.
Auf den Regalen der winzigen Küche standen dicht gedrängt Dutzende von Teedosen. Hübsche Teedosen. Neue und auch sehr alte, die innen voller Flugrost waren, sodass sich darin höchtens Nägeln und Schrauben wohl gefühlt hätten. Aber das störte nicht, denn die Besitzerin trank nur Kaffee. Was sammeln Sie denn eigentlich...?
Ein Artikel von Cordula Ehms
PEOPLE // 100 Km zu Fuß um Jena
Im Interview diesmal Sven Müller, der Autor von "100 Kilometer zu Fuß um Jena". Wir haben ihn 2009 kennen gelernt, als Heilpraktiker Ray Wilkins (People and Art Factory) die medizinische und psychologische Betreuung für einige Läufer bei "100 km Dodentocht" übernahm.
P & A Factory: Du hast mehrere Langstreckenwanderungen hinter dir. Welche war deiner Meinung nach die schwierigste?
P & A Factory: Du hast mehrere Langstreckenwanderungen hinter dir. Welche war deiner Meinung nach die schwierigste?
Sven: Keine war leicht, jede hat ihre besonderen Schwierigkeiten. Mein erster Dodentocht 2009 war eine Qual für meine Füße wegen schlechten Schuhen, bei der Horizontale 2010 war es die Höhe und meine Nicht-Schwindelfreiheit. Beim Dodentocht 2010 war der Kampf mit der Müdigkeit die größte Schwierigkeit und beim anstehenden 4-Daagse in Nijmegen 2011 werden es Tag 3 und 4 sein. Wahrscheinlich.
P & A Factory: Wie wichtig sind gutes Training und Vorbereitung für dich? Und was empfiehlst du unseren Lesern für diese Vorbereitungen?
Sven: Gute Vorbereitung ist sehr wichtig! Ich kenne einige Starter, die solche Dinge aus dem Kalten machen. Das ist nicht mein Ding. Es ist Extremsport und das macht man nicht einfach mal so. Meine Empfehlungen: höre auf deinen Körper, lausche nach innen. Wobei fühlst du dich wohl? Probiere aus, was zu dir passt. Teste Empfehlungen - aber finde deinen eigenen Weg. Lies mein Buch!
P & A Factory: Für jede aussergewöhnliche Leistung ist eine starke Motivation die Voraussetzung. Was ist deine wichtigste Motivation?
Sven: Ich will es schaffen, weil ich es kann!
P & A Factory: Was geht dir durch den Kopf, am Anfang der Wanderung, wenn du bei Kilometer 91 bist, es sind 32 Grad und deine Füße schmerzen wie die Hölle und dann, wenn du endlich durch das Ziel gehst? Und was denkst du am Tag danach?
Sven: Endlich geht es los. Ich denke nicht an das Wetter, die Nacht, mögliche Schmerzen oder Sonstiges. Nur positive Gedanken. Die ganze halbjährliche Vorbereitung war nur für diesen Moment. Bei Kilometer 91 frage ich mich oft, warum bin ich hier? Ist das vernünftig oder was? Wie lange brauche ich noch? Warum kann ich hier fast alle anderen Teilnehmer überholen? Gleich geschafft. Dann das Ziel, yeah! Hammer, das war wieder stark! Get the power! Und am nächsten Tag dann, autsch, immer schön langsam laufen, aber war das wieder cool.
P & A Factory: Wer sich hohe Ziele steckt, wird sie selten ohne Zwischentiefs und riskante Situationen erreichen. Was war für dich die allerschlimmste Situation einer Langstreckenwanderung?
Sven: Während der Horizontale Jena kam ich bei etwa 90 Kilometer und warmen 26 Grad an einen steilen und kalkigen Felsabhang. Ein Blick nach rechts führte in die Tiefe. Der schmale Weg bog sehr scharf nach links um den Felsblock ab, er war nicht weiter zu sehen. Ich stand an der Ecke auf rutschigem Schotter und schaute mich um. Vor mir das gleiche Bild wie hinter mir. Ganz langsam bewegte ich mich weiter, immer mit der Angst, abzurutschen. Bis ich wieder auf einen halbwegs sicheren Weg kam. Eiskalt lief es mir den Rücken hinunter.
P & A Factory: Die Herausforderung ist das Filetstück für jeden Ehrgeizigen. Was ist deine nächste Herausforderung?
Sven: 200 Kilometer bei 4-Tage-Marsch Nijmegen, jeden Tag 50 Kilometer.
P & A Factory: Danke Sven, wir wünschen dir viel Freude und Erfolg in Nijmegen und mit diesem tollen Buch!

Der Klappentext von "100 Kilometer zu Fuß um Jena" verspricht Spannendes:
"Warum laufen Menschen 100 Kilometer am Stück, durch die Nacht, bei Regen, bei Kälte und bei Hitze? Was passiert ihnen dabei, was denken und fühlen sie? Ist es Jagd nach Rekorden, Zeiten und Platzierungen - oder doch nur die Selbsterfahrung, die sie motiviert? Der Autor Sven Müller ist einer von denen, die es schon mehrfach geschafft haben, 100 Kilometer am Stück zu laufen. Und er beschreibt am Beispiel der Horizontale Jena seine eigenen Erfahrungen, wie er sich darauf vorbereitete und was ihn währenddessen bewegte. Dabei passierten zuweilen kuriose Dinge und erstaunliche Überraschungen. Doch lesen Sie selbst...." Das Vorwort für "100 Kilometer zu Fuß um Jena" schrieb Ray Wilkins.
Printausgabe ISBN 9783842339774 • eBook Ausgabe ISBN 9783842311350
100kmzuFussumJena finden Sie auch bei Amazon, Facebook, Youtube und Twitter.
Das Interview führte Ray Wilkins.
P & A Factory: Wie wichtig sind gutes Training und Vorbereitung für dich? Und was empfiehlst du unseren Lesern für diese Vorbereitungen?
Sven: Gute Vorbereitung ist sehr wichtig! Ich kenne einige Starter, die solche Dinge aus dem Kalten machen. Das ist nicht mein Ding. Es ist Extremsport und das macht man nicht einfach mal so. Meine Empfehlungen: höre auf deinen Körper, lausche nach innen. Wobei fühlst du dich wohl? Probiere aus, was zu dir passt. Teste Empfehlungen - aber finde deinen eigenen Weg. Lies mein Buch!
P & A Factory: Für jede aussergewöhnliche Leistung ist eine starke Motivation die Voraussetzung. Was ist deine wichtigste Motivation?
Sven: Ich will es schaffen, weil ich es kann!
P & A Factory: Was geht dir durch den Kopf, am Anfang der Wanderung, wenn du bei Kilometer 91 bist, es sind 32 Grad und deine Füße schmerzen wie die Hölle und dann, wenn du endlich durch das Ziel gehst? Und was denkst du am Tag danach?
Sven: Endlich geht es los. Ich denke nicht an das Wetter, die Nacht, mögliche Schmerzen oder Sonstiges. Nur positive Gedanken. Die ganze halbjährliche Vorbereitung war nur für diesen Moment. Bei Kilometer 91 frage ich mich oft, warum bin ich hier? Ist das vernünftig oder was? Wie lange brauche ich noch? Warum kann ich hier fast alle anderen Teilnehmer überholen? Gleich geschafft. Dann das Ziel, yeah! Hammer, das war wieder stark! Get the power! Und am nächsten Tag dann, autsch, immer schön langsam laufen, aber war das wieder cool.
P & A Factory: Wer sich hohe Ziele steckt, wird sie selten ohne Zwischentiefs und riskante Situationen erreichen. Was war für dich die allerschlimmste Situation einer Langstreckenwanderung?
Sven: Während der Horizontale Jena kam ich bei etwa 90 Kilometer und warmen 26 Grad an einen steilen und kalkigen Felsabhang. Ein Blick nach rechts führte in die Tiefe. Der schmale Weg bog sehr scharf nach links um den Felsblock ab, er war nicht weiter zu sehen. Ich stand an der Ecke auf rutschigem Schotter und schaute mich um. Vor mir das gleiche Bild wie hinter mir. Ganz langsam bewegte ich mich weiter, immer mit der Angst, abzurutschen. Bis ich wieder auf einen halbwegs sicheren Weg kam. Eiskalt lief es mir den Rücken hinunter.
P & A Factory: Die Herausforderung ist das Filetstück für jeden Ehrgeizigen. Was ist deine nächste Herausforderung?
Sven: 200 Kilometer bei 4-Tage-Marsch Nijmegen, jeden Tag 50 Kilometer.
P & A Factory: Danke Sven, wir wünschen dir viel Freude und Erfolg in Nijmegen und mit diesem tollen Buch!

Der Klappentext von "100 Kilometer zu Fuß um Jena" verspricht Spannendes:
"Warum laufen Menschen 100 Kilometer am Stück, durch die Nacht, bei Regen, bei Kälte und bei Hitze? Was passiert ihnen dabei, was denken und fühlen sie? Ist es Jagd nach Rekorden, Zeiten und Platzierungen - oder doch nur die Selbsterfahrung, die sie motiviert? Der Autor Sven Müller ist einer von denen, die es schon mehrfach geschafft haben, 100 Kilometer am Stück zu laufen. Und er beschreibt am Beispiel der Horizontale Jena seine eigenen Erfahrungen, wie er sich darauf vorbereitete und was ihn währenddessen bewegte. Dabei passierten zuweilen kuriose Dinge und erstaunliche Überraschungen. Doch lesen Sie selbst...." Das Vorwort für "100 Kilometer zu Fuß um Jena" schrieb Ray Wilkins.
Printausgabe ISBN 9783842339774 • eBook Ausgabe ISBN 9783842311350
100kmzuFussumJena finden Sie auch bei Amazon, Facebook, Youtube und Twitter.
Das Interview führte Ray Wilkins.
NEWS // Wenn Schatten sich zum Affen machen
Sie sind erfolgreich, sprühen vor Ideen und haben spannende Projekte? Dann haben Sie sicher einen Schatten. Das ist dieser mehr oder minder ernst zu nehmende Kollege, dem es leider an Ideen und Vokabeln mangelt und der sich deshalb gerne bei Ihnen und anderen Vorbildern bedient. So ein Schatten nervt. Manchmal zumindest. Denn ganz gleich, was man tut, er tut es auch. Er ist wie ein Echo, das einige Stunden, Tage oder Wochen nach jeder interessanten Handlung erklingt. Und interessant ist für ihn alles, was Wind macht, Eindruck erweckt und erfolgsversprechend ist. Fotos, Worte, Slogans, Projekte und sogar Kunden. Eigentlich ist er zum Lachen. Aber wer schleppt schon gerne einen fremden Schatten hinter sich her?

Ihr Laden brummt? Achtung, jetzt können Sie ein Schauspiel der besonderen Art sehen: ihr Schatten macht sich nun komplett zum Affen! Er schwingt sich von Raum zu Raum, bettelt ihre Kunden um Bananen an, kreischt in den höchsten Tönen, hinterlässt Scherben und zieht sich nach diesen übereifrigen Aktionen kurzfristig, aber heftig schmollend und etwas erschöpft zurück.
So ein Schatten kennt keinen Skrupel. Er kopiert, stiehlt, unterbietet Preise, verspricht das Unmögliche, drängt sich dick geschminkt auf jede Bühne und nichts ist ihm je peinlich. Vielleicht haben Sie schonmal daran gedacht, sich zu wehren. Einen Nutzen bringt das nicht. So ein Schatten ist glitschig wie ein Fisch, besitzt ein Rückgrat aus Gummi, ist freundlich, grundgütig und weckt in bedrohlichen Situationen die Beschützerinstinkte der kompletten Umgebung. Ärgern Sie sich nicht. Er ist zwar da, aber immer zu spät und nie im Weg. Sehen Sie den grauen Wicht als eine Nebenwirkung Ihres Erfolges. Sie haben einen Affen? Congratulations! Dann haben Sie es wirklich geschafft!
Ein Artikel von Cordula Ehms
NEWS // Facebook
Die Factory jetzt auf Facebook! Auch hier findet ihr ab jetzt News aus den Bereichen Kunst, Fashion, Room, Image, Books und Musik. Enjoy!
NEWS // Music Tipps

Sie ist ein Powerpaket an Mischpult und Mikro. Als DJane und Sängerin lässt sie die unterschiedlichsten Anlässe zu ganz besonderen Events werden und bringt jede Tanzfläche zum Brodeln. Ihre Live-Acts, Song- und Showeinlagen sind legendär, sorgen für reichlich Stimmung und sind ein wahrer Gute-Laune-Garant. Hier im Magazin informiert uns Ingrid Häfner regelmäßig über die besten Konzerte, die coolsten Clubs und neue CDs. Insider News aus der Musikszene. Von House bis Schlager. Live, laugh and dance!
NEWS // Chapatis

Chapati, das schnellste und denkbar einfachste Brot aus Indien. Passt prima ins deutsche Abendessen. Den heissen Chapati einfach in Stücke brechen, zu Käse, Schinken oder Salami, mit Silberzwiebeln, Chutney oder auch süss mit Quark und Obst. Der Teig lässt sich auch mit feinen Kräutern oder Gewürzen variieren.
Das Chapati Rezept stammt aus "The simple art of cooking - Food, Pictures and Stories from around the World" von Ray Wilkins, dem Australier in der Factory, der einige Monate in Indien gelebt und gearbeitet hat. Zum lesen einfach anclicken.
Das Chapati Rezept stammt aus "The simple art of cooking - Food, Pictures and Stories from around the World" von Ray Wilkins, dem Australier in der Factory, der einige Monate in Indien gelebt und gearbeitet hat. Zum lesen einfach anclicken.
PEOPLE // Achtung Promi!
Fräulein Unschein, Frau Niemann und Herr Grau sind neidisch, schmücken sich gerne mit ihnen, lauern gierig auf jede Begegnung, um sich dann gnadenlos auf das Objekt der Begierde zu stürzen, den Promi. Aber sind Promis wirklich so beneidenswert?
Promis bewegen sich gern im Kreise anderer Promis. Hier fühlen sie sich sicherer, entspannter. Begegnungen auf Augenhöhe eben. Aber ist das wirklich so? Auch hier gibt es Menschen mit ausgeprägtem Rückgrat und solche, die Beziehungen gerne umfassend (aus)nutzen. Promi sein ist schwer, denn immer kommt einer und will was. Ein Autogramm, Informationen, Kontakte, Aufträge, Zusagen, Spenden oder einfach ein bisschen Glanz und Ruhm. Promis sind einfach die ideale Beute für jeden, der sich nicht aus eigener Kraft aufwerten kann.
Promi sein bedeutet ein Leben voller Hindernisse. Wir alle kennen diese wundervollen, überraschenden Begegnungen beim Bäcker, vor der Umkleidekabine oder im Job. Man blickt einem fremden Menschen ins Gesicht und lächelt sich an. Spontan, ungekünstelt, echt. Man will nichts voneinander, ausser diesen Augenblick voller Leben geniessen. Man wechselt ein Lachen oder ein paar mehr oder weniger gewichtige Sätze und geht beschwingter als zuvor auseinander. Kleine Glücksmomente im Alltag. Den meisten Promis entgehen täglich viele dieser Momente. Denn hinter jedem harmlosen Blick lauert die Bedrohung erkannt oder gar belästigt zu werden. Und so umfahren die Augen von Promis routiniert, wie Skifahrer bei den olympischen Winterspielen, ihre Hindernisse. Weichen aus, ignorieren und sabotieren jede spontane Begegnung mit den ruhmlosen Teilnehmern der Gesellschaft.
Mir geht es da nicht anders. Neue Bekannte besuchen mich gerne. Zumindest träumen sie davon. Die wenigsten rechnen mit dieser sehr langen Teststrecke, die sie durchlaufen müssen, um in mein Esszimmer vorzudringen. Denn bis ins allerheiligste, private Reich kommen nur Familie und wahre Freunde. Die Anderen müssen sich mit den offiziellen Vorzimmern begnügen, in denen nicht mal eine persönliche Tasse zu finden ist.
Genau betrachtet haben wohl die meisten von uns ein Promi-Problem. Wir schützen uns vor zuviel Nähe, vor Grenzüberschreitungen, Geschichten, Berührungen und zu tiefen Blicken. Vor Menschen, die in unser Leben dringen wollen, weil sie sich Glück, Inspiration, Sicherheit oder Geld versprechen. Ein bisschen prominent ist eben jeder.
Aber lassen Sie sich durch Ihren Promi-Status nicht die kleinen Glücksmomente des Lebens verderben. Geniessen Sie neue Menschen, mit offenen Augen und Herzen. Lernen Sie von Cinderella. Die guten kommen ins Haus, die schlechten bleiben vor der Tür. Promi oder nicht Promi.
Übrigens, falls Sie richtig prominent sind, schicken Sie mir unbedingt ein Autogramm. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Sie zum Kaffee kommen oder wir mal zusammen in Urlaub fahren...
Ein Artikel von Cordula Ehms
Aber lassen Sie sich durch Ihren Promi-Status nicht die kleinen Glücksmomente des Lebens verderben. Geniessen Sie neue Menschen, mit offenen Augen und Herzen. Lernen Sie von Cinderella. Die guten kommen ins Haus, die schlechten bleiben vor der Tür. Promi oder nicht Promi.
Übrigens, falls Sie richtig prominent sind, schicken Sie mir unbedingt ein Autogramm. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Sie zum Kaffee kommen oder wir mal zusammen in Urlaub fahren...
Ein Artikel von Cordula Ehms
PROMOTION // REZENSION

Hamburg im Jahr 2066. Verheerende Naturkatastrophen haben das Gesicht unserer Erde verändert und aus den einstigen Hansestädten Hamburg und Lübeck entstand die Mega-City Hanseapolis. In den giftigen Sümpfen vor der Stadt wird die grausam verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Louann Marino, die Neue im Morddezernat, und ihr ominöser Partner Elias Kosloff übernehmen die Ermittlungen, die sie bald in die stillgelegten U-Bahnschächte unter der pulsierenden Metropole führen. Eine mörderische Jagd auf ein Verbrecher-Syndikat beginnt. Ein dunkles Netz aus Menschenhandel, Prostitution und Korruption auf höchster Machtebene - und das Verbrechen scheint immer einen Schritt voraus zu sein.
Miriam Pharo gelingt mit Ihrer spannenden Mischung aus Science Fiction und Krimi ein grandioser und intelligenter Plot - sehr packend, realistisch und bildreich erzählt. Und neben all der Spannung und dem rasanten Verlauf der Story beginnt man sich zu fragen, ob Hanseapolis nicht doch schon heute existiert...
"Sektion 3: Hanseapolis - Schlangenfutter" von Miriam Pharo. Broschierte Ausgabe erschienen im August 2010 im Acabus Verlag.
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